Work Shopping

10.4.2018

Was kommt heraus, wenn man einen Schoppen und viel Arbeit im Mixer püriert?

Ein Workshop.

Natürlich nicht irgendeiner. Ein Markenname: Stillpunkt.  Nun, wir sind kontinuierlich am Austüfteln der Rezepturen, aber die ersten Exemplare gingen weg wie frische Gipfeli und waren binnen kurzem ausverkauft.

Just ein Monat ist es her, seit Gina Baldsiefen und ich gemeinsam in Bern bei einer Seelsorgeinstitution auf Einladung hin einen Workshop zu einem Thema durchführen durften, das uns ja nun schon lange und besonders nahe am Herzen liegt: „Wie gelingt eine sichere Bindung?“. Wahrlich ein Thema, das heute noch ebenso aktuell ist wie vor 100 Millionen Jahren, als die Vorläufer unserer heutigen Kleinhirnstrukturen  in frühen Lebensformen Gestalt anzunehmen begannen. Möglicherweise noch etwas aktueller sogar, denn die Kopflastigkeit insbesondere der westlich geprägten Gesellschaft wirkt offensichtlich nicht besonders bindungsfördernd: Studien besagen, dass in der Schweiz 45% der Kinder mit einer unsicheren Bindung aufwachsen, wobei ich aufgrund meiner praktischen Arbeitserfahrung in diesem Feld dIMG_0670ie Zahl von 45% als ziemlich optimistisch betrachte.

Darum also nicht ein Workshop mit dem üblichen Powerpoint-Inhalt, der das Durcheinander in den Köpfen noch weiträumiger verteilt, sondern Erfahrung über den Körper, die Sinne, die Emotionen. Natürlich, eine theoretische Basis gehörte dazu, doch auch deren Vermittlung wurde mit Materialien unterlegt (siehe Bild), die neben der Logik-orientierten linken auch die kreativ-orientierte rechte Gehirnhälfte ansprechen konnten. Unser Anliegen war: Statt Ich-sollte-und-ich-müsste-Wissen zu vermitteln, eine körperlich verankerte Erfahrung ermöglichen, wie das Bindungs-Thema in der eigenen Körperwahrnehmung, im eigenen Beziehungsleben am Wirken ist. Und dies mit Menschen, die bereit waren, sich darauf einzulassen – das hat Freude gemacht. Und Lust auf mehr.

In diesem Sinne: Fortsetzung folgt!

Christoph Glauser

Ps. Okay, das mit der linken und rechten Hirnhälfte ist angesichts der neusten Forschungsergebnisse etwas arg vereinfacht, aber wenn wir noch 5 Jahre warten, stimmt es wahrscheinlich wieder 😉