Kinder und Eltern

Aus neugeborenen Babys werden Kleinkinder und Kinder und es tauchen immer mal wieder Herausforderungen, neu zu beschreitende Wege und Fragen unterschiedlichster Art auf, sei es in Bezug auf die Mitwelt (KITA, Kindergarten, Schule) oder aber im Rahmen der Familienenstrukturen und -entwicklung.

Was können wir hier anbieten?

Ratschläge, Massnahmenkataloge, 10-Punkte-Pläne und pfannenfertige „Lösungen“ gehören nicht zu unserer Arbeitsweise und Praxis-Ausstattung. Wir sind nicht der Erziehungsbeistand der Eltern oder der Anwalt der Kinder. Sondern: wir horchen und wir fragen: worum geht es in einer Problemstellung wirklich? Herrscht hinsichtlich eines Problems oder einer bestimmten Situation Transparenz in der Familie, sind sich die Eltern einig oder unterschiedlicher Meinung? Wie erleben die Eltern die Situation und wie erlebt das Kind die Situation? Was lindert den Druck, was führt zur Entspannung? Wie entwickelt sich eine Situation, wenn entweder das Kind oder die Eltern (oder ein Elternteil) aus der aktuellen Dynamik aussteigt?

Uns ist dabei wichtig: Erst einmal Raum schaffen für das, was gerade ist – auch wenn es noch nicht so ist, wie die Familie es sicht wünscht. Die erlebte Wirklichkeit einer Situation anerkennen. Den auf eine bestimmte Situation fokussierten Blick abwenden, hin zu sich selbst. Statt Massnahmen abzuwägen, erst einmal die Bedürfnisse kennen. Lösungansätze, um eine Situation verändern zu können, kommen dann in aller Regel von innen, nicht von aussen. Wir orientieren uns in der Begleitung der (erwachsenen) Menschen, die zu uns kommen, nicht am Problem, sondern an ihrer Kompetenz und Kreativität, mit der sie ihr Leben gestalten.

Und so fragen wir auch die Kinder nicht: was hast Du für ein Problem? Sondern: Was zeigst Du uns heute, was erzählst Du uns? Und die Kinder erzählen von sich, erzählen ihre Geschichte und zeigen, was ihnen wichtig ist. Sie zeigen es im Spiel, dafür sind wir in der Praxis ausgerüstet, und in der Art, wie sie mit uns im Kontakt sind. Wir hören zu, wir nehmen sie ernst, wir erachten sie als ebenso kompetent und kreativ wie ihre Eltern. In dieser Weise bestärken wir auch sie auf ihrem eigenen inneren Lösungsweg.